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Dr. Péter Varga
Rechtsanwalt, Fachanwalt für digitale Wirtschaft · Fachlich verantwortlich

Wenn Sie einen Zahlungsbefehl erhalten haben, zögern Sie nicht: Das Gesetz setzt eine strenge Frist von 15 Tagen. Dieser Leitfaden erklärt, was der Befehl bedeutet, welche Optionen Sie haben und was Sie tun sollten.

Was bedeutet es, wenn ich einen Zahlungsbefehl erhalten habe?

Ein Zahlungsbefehl ist ein vom Notar erlassenes amtliches Schriftstück, mit dem ein Gläubiger eine fällige Geldforderung gegen Sie durchsetzt. Der Notar prüft die Forderung inhaltlich nicht: Er erlässt sie auf einseitigen Antrag des Gläubigers. Der Befehl allein beweist also nicht, dass die Forderung berechtigt ist — reagieren Sie aber nicht rechtzeitig, wird er rechtskräftig und vollstreckbar.

Sie haben drei Optionen

Binnen 15 Tagen ab Zustellung können Sie wählen:

1. Die Schuld begleichen
Ist die Forderung berechtigt und lassen sich weitere Kosten vermeiden, ist die Zahlung am einfachsten. Auch Gebühren und Verzugszinsen können von Ihnen verlangt werden — deren Höhe sollten Sie vorab berechnen.

2. Widerspruch einlegen
Bestreiten Sie die Forderung (Sie schulden nichts, haben bereits gezahlt, sie ist verjährt oder die Lage ist anders), können Sie Widerspruch einlegen. Daraufhin wird die Sache zum Prozess, und das Gericht entscheidet. Der Widerspruch muss nicht ausführlich begründet werden, aber die Frist ist fest.

3. Ratenzahlung beantragen
Besteht die Schuld, können Sie sie aber nicht auf einmal zahlen, beantragen Sie Ratenzahlung oder Stundung. Der Antrag sollte mit Begründung und Nachweisen zur Zahlungsfähigkeit eingereicht werden.

Die 15-Tage-Frist ist entscheidend

Die Frist beginnt mit der Zustellung des Befehls. Zahlen Sie binnen 15 Tagen nicht und widersprechen nicht, wird der Zahlungsbefehl rechtskräftig — ab dann ist er vollstreckbar wie ein rechtskräftiges Urteil, und der Gerichtsvollzieher kann die Forderung eintreiben (auch per Lohnpfändung oder Lastschrift). Am wichtigsten ist daher, rechtzeitig zu handeln.

Was passiert nach einem Widerspruch?

Mit fristgerechtem Widerspruch wird die Sache automatisch zum Prozess: Der Gläubiger muss die Forderung beweisen, und das Gericht entscheidet in der Sache. Jetzt ist echte rechtliche Verteidigung nötig — ein Anwalt ist empfehlenswert.

Wie wir helfen

Wir prüfen den Befehl, klären, ob die Forderung begründet ist, und reichen den Widerspruch oder Ratenzahlungsantrag fristgerecht ein. Wird die Sache zum Prozess, vertreten wir Sie auch vor Gericht. Über die folgenden Formulare starten Sie in wenigen Minuten.

Widerspruch oder Ratenzahlung starten

Diese Information ist allgemein und stellt keine Rechtsberatung dar; für Ihren konkreten Fall kontaktieren Sie uns gern.

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